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6. Februar 2014 - Sind Irish Terrier schneetauglich?

Hurra... wir haben wieder Post von unserer kleinen Schweizerin. Nun ist sie endgültig "eingebürgert": sie hat auch den ultimativen Schneetauglichkeitstest bestanden!
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Liebe KENAVOs,

meine Zweibeiner haben mir ja dauernd von Winterwanderungen erzählt und mit mir schon als Baby Pulloveranziehen und so geübt und gesagt ich müsse für den Schnee noch etwas fitter werden.
Ich habe mich dann die ganze Zeit gewunder,t denn der Schnee den ich bis jetzt gefunden habe, war gar nicht anstrengend und ich wurde gar nicht nass und hatte auch nie kalt. Es war zwar alles mehr oder weniger weiss und alle Gerüche waren viel intensiver. Ich bin mit der Nase aber schon bald auf Grund gestossen. Meinen neuen Wintermantel habe ich so gar nicht testen können und gedacht dass die wieder mal völlig übertrieben haben.

Meine Zweibeiners sagten mir vor ein paar Tagen, wir würden jetzt aber ernsthaft üben gehen, denn es habe endlich bis in die Voralpen richtig geschneit. Sie haben so komisches Zeug - Schneeschuhe nannten sie es - eingepackt und auch den Wintermantel für mich in den Rucksack gestopft und sind mit mir losgefahren. Als ich endlich aussteigen durfte hat es mir sehr gut gefallen: Alles sah ganz fest weiss und spannend aus. 

Ich musste dann aber warten bis Zweibeiners diese Schneeschuhe = komische Pfotenvergrösserungen montiert haben, dann bin ich losgesaust.
Ich war schon erstaunt, dass ich kurz nach dem Parkplatz plötzlich bis über die Ohren im Schnee verschwunden bin. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen und mich raus gewühlt und bin tapfer weiter gerannt. Ich habe schnell gemerkt dass man im Tiefschnee tatsächlich einfach einsinkt, wenn man nicht aufpasst und dass man trotz allem Graben nicht zur Maus runter kommt und dass bergauf pflügen viel anstrengender als runter hopsen ist. Ich hab dann etwas besser geschaut wie das Gelände aussieht und ich habe auch bald gemerkt, dass mein voraus rennen und die Überholmanöver doch etwas zu mühsam wurden. Ich bin dann ganz brav in gebührendem Abstand zu den komischen Schneeschuhen zwischen meinen Zweibeibern auf der Spur marschiert. Ich bin dabei immer schön von einem Pfotenvergrösserungsabruck in den nächsten auf die andere Seite der Spur gehopst. Zweibeiners lobten mich sehr dafür und wollten wir begreiflich machen, dass dieses Seitenwechseln zuhinterst gar nicht nötig wäre.
Aber ehrlich man hat ja als Hund so seinen Stolz: Schlusslicht spielen?

Ich wurde dann auch etwas nass, denn der Neuschnee war eher nass und klebte an meinem neuen Abenteurgstältli das sich somit nicht als wintertauglich erwiesen hat. Ich hatte deshalb gar nicht soviel dagegen den Wintermantel zu testen. Ich konnte es nämlich doch nicht lassen jedem Schneebällchen, das von der Spur runter rollte nachzuhechten. Und manchmal habe ich auch eine Abkürzung genommen. Der blöde Schneefangtrichter um den Hals hat meine Zweibeinerin für den nächsten Ausflug schon tiefschneetauglich gemacht. Sonst störte mich der Mantel beim Tiefschneeschwimmen und Hopsen gar nicht. Bei der Heimfahrt im Auto war ich dann wirklich froh um den schön warmen Mantel und bin darin hundemüde sofort eingeschlafen.

Zuhause gab es dann einen feinen Zvieri. Ich habe nämlich gemerkt, dass die feinen Maiswaffeln mit Schabziger zu einer Delikatesse werden. Ich habe mich nach dem ersten Wiff Schabziger in meiner Nase geweigert Waffeln ohne Ziger zu verspeisen. Zweibeiners waren mit meiner Schneetauglichkeit so zufrieden dass ich sie sofort soweit gebracht habe mir meine Waffeln auch zu beschmieren.

Hier gibts alle Bilder vom Schneetauglichkeitstest...

 

In der Nacht wurde es mir dann aber etwas unheimlich, meine Hinterbeine fühlten sich so komisch warm und schmerzend an und ich bin verwirrt zu Zweibeiners die Treppe hoch gestiegen und habe versucht ins Bett zu springen- Aua!
Netterweise durfte ich ausnahmsweise etwas kuscheln, bevor ich wieder runter gebracht wurde. Am nächsten Morgen in der Hundeschule bei der Objektsuche stellten dann Zweibeiners fest, dass ich sehr Mühe hatte mit „Sitz“. Sie haben Muskelkater diagnostiziert und mir erklärt dass vergehe schnell wieder. War zum Glück auch so. Das mit dem „Sitz“ ist ja nicht so schlimm, aber ich hopse und klettere doch so gern!

Ich gebe also zu, die hatten mit dem Schnee ausnahmsweise einmal recht und man muss für den Winter tatsächlich recht fit sein.
Aber wir Irish Terrier sind ja tough. Überhaupt sind wir bestes geeignet für Schnee. Der klebt bei unserem Fell nur am Gesicht und dank unserer Postur habe ich (fast) immer oben aus dem Schnee rausschauen können. Mit grossen Hasensprüngen die wir ja so gut können kommt man auch im Tiefschnee vorwärts. Ich freue mich schon auf den geplanten Ausflug in die richtigen Berge. Das wird sicher super spannend.

Eure wintertaugliche Dílis

PS: Zweibeiners haben mir gesagt, dass ich nicht Cousins sondern 2/3 oder 3/4 ? Geschwister kriege. Ich freue mich sehr und hoffe, die kennenlernen zu dürfen. Ganz besonders liebe Grüsse an Tante Frida.

Wieder ein toller Bericht aus dem Leben eines glücklichen Irish Terriers. Ganz lieben Dank dafür, Iris und Peter!

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