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Oktober 2015 - Dílis unterwegs im Kanu auf dem Allier

Dílis' Zweibeiner machen regelmäßig Kanu-Urlaub in Frankreich. Natürlich ist die kleine Dílis immer dabei. Und wir haben herrliche Fotos und einen tollen Bericht bekommen... Ganz lieben Dank an Iris und Peter!
Allier 2015 02

Liebe KENAVOs

wir sind leider wieder zuhause, gerne wäre ich noch länger am Allier geblieben. Mir gefällt es soooo sehr, auf dem Fluss unterwegs zu sein und wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Jeden Tag war Badewetter und ich bin viel geschwommen. Meine Fährentechnik ist nun viel besser und ich verpasse keinen Frisbee im strömenden Wasser. Netterweise haben Zweibeiners ausser dem Wasserfrisbee auch meinen Bademantel mitgenommen, so habe ich dann nicht kalt am Abend. Nachts wurde es nämlich sehr kalt - aber so richtig schön zum kuscheln ;-). Manchmal ist es mir gelungen mich unter den Schlafsack zu schleichen, und weil es knapp am gefrieren war, wurde ich nicht mal raus komplementiert.

Am Morgen warte ich an einem gemütlichen Plätzchen bis der Nebel weg ist und es schön warm wird. Die Leine kam nur beim Umtragen des Blockwehrs unter der Straßenbrücke zum Einsatz, aber das Warten beim Kanu hat sich gelohnt: Zweibeiners haben Hundewürstli und Geisschäsli (Ziegenkäse) gekauft(und Bier, aber das mag ich gar nicht).

Ich finde das Zeltleben wirklich sehr spannend. Ich verpasse selten etwas und darf den ganzen Tag frei herum rennen und machen was ich will. Auf den Kiesbänken gibt es immer ganz viel zu erschnüffeln und im Sand geht das Graben ganz leicht. Ich besuche auch oft alle vom Paddelrudel und inspiziere ihr Lager und ihre Küche und oft spielt dann jemand mit mir oder knuddelt mich ein Weilchen. Ich finde auch immer ein bequemes Plätzchen zum hinlegen und wenn es mal keinen „Teppich“ auf dem Kies gibt, buddle ich mir eine Kuhle im Sand.

Weil ich die ideale Grösse fürs Kanu habe und nun so gut schwimmen kann, durfe ich ab dem zweiten Tag oben auf dem Gepäck Platz nehmen. Zweibeiners haben oft extra gewackelt um mich zu ärgern, aber so leicht bringt man mich nicht aus dem Gleichgewicht. Ich war auch ganz brav und bin nie aus dem Boot gehupft, wenn es mir nicht erlaubt wurde. Meiner Meinung nach gehört der Ausguck wirklich auf den höchsten Platz. Vorne im Bug ist die Aussicht nämlich nicht so gut und ich muss ja immer auf alle aufpassen und Verdächtiges melden. Ich sorge nämlich dafür, dass uns keine verdächtigen Subjekte zu nahe kommen oder jemand verloren geht. Diesen Job habe ich auch am Ufer und da ist das manchmal recht anstrengend. Alle Zweibeiner des Paddelrudels laufen immer irgendwo im Gestrüpp herum! Und dann gibt es noch die Wildschweine und andere Vierbeiner die vor allem nachts unterwegs sind. Ich habe bei Bedarf mächtig das Fell aufgestellt und Stellung bezogen in der Dämmerung. In der Nacht im Zelt habe ich bedrohlich tief geknurrt. Zweibeiners meinten, das sei abschreckend genug für Wildschweine und wollten nicht mit mir hinaus. Sie erklärten mir auch bei jeder Meldung, dass wieder jemand aus einem Zelt gekrochen ist, ich müsse mich nicht darum kümmern, die würden allein wieder zurückfinden. Ich habe dann nur noch dezent Wuff gemacht: nicht dass die glauben ich würde nicht aufpassen.

Ich glaub Zweibeiners sind ganz zufrieden mit mir. Nur die Sache mit dem Wienerli war etwas peinlich. Ich passe ja wie gesagt immer auf unser Zelt auf und da war ich nun ganz alleine, Zweibeiners waren irgendwas holen gegangen. Neben der Feuerstelle war genau auf meiner Nasenhöhe ein Topf Suppe mit 2 Paar Wienerli. Gerochen hat das unwiderstehlich und so habe ich ein Paar Wienerli verdrückt. Als ich zum zweiten Gang eifrig Suppe schlabberte, kamen Zweibeiners zurück. Ich habe harmlos drein geschaut und mir lieb den Bart geleckt. Mir schwante ja schon, dass die Riesenportion nicht nur für mich gedacht war...

Zum Glück haben sie nur gegrinst und für sich die Suppe warm gemacht. Erst als sie dann essen wollten, merkten sie, dass ein Paar Wienerli weg war. Ich habe einige vorwurfsvolle Blicke bekommen und nach einem Kontrollgriff auf meinen vollen Bauch dann keinen Znacht (Abendessen) und auch kein Geisschäsli zum Dessert mehr gekriegt.

Am Ende der Tour hat es dann beim Warten auf die Chauffeure und die Autos zu regnen angefangen. Alle standen 2 Stunden im Regen herum. Ich bin froh dass wir Irish Terrier wirklich die passende Grösse fürs Kanu habe und habe als einzige zufrieden und bequem im Trockenen gewartet… unterm Kanu. Ich freue mich schon auf das nächste Kanuabenteuer!

Eure Dílis

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Dílis ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie vielseitig unsere Irish Terrie sind. Flexibel passen sie sich an unser Leben an. Sportlich sind sie sowieso - und Dílis hat großes Glück, dass sie so viel ausprobieren darf.